Kurz gesagt: Druckfähige Daten brauchen 3 mm Beschnitt, 3 bis 5 mm Sicherheitsabstand, CMYK mit dem Farbprofil der Druckerei, Bilder mit 300 dpi, eingebettete Schriften und einen Export als PDF/X-4. Die meisten Reklamationen, die ich sehe, entstehen durch fehlenden Beschnitt und RGB-Bilder.
Ich lege seit fast 20 Jahren Druckdaten an, von Visitenkarten bis zu Magazinen wie dem Wohnbau-Magazin oder dem Report der Austrian Energy Agency. Die folgenden Punkte prüfe ich bei jedem Auftrag.
1. Beschnitt einplanen
Bilder und Farbflächen, die bis zum Rand reichen, müssen über das Endformat hinausgehen. Üblich sind 3 mm pro Seite, manche Druckereien wollen 2 oder 5 mm. Fehlt der Beschnitt, entstehen beim Schneiden weiße Blitzer.
2. Sicherheitsabstand für Texte
Texte und Logos halten mindestens 3 bis 5 mm Abstand zum Endformat. Bei gebundenen Broschüren mehr, weil die Bindung Platz frisst.
3. CMYK und das richtige Farbprofil
Für Offset- und Digitaldruck werden Daten in CMYK angelegt. In Österreich sind ISO Coated v2 oder PSO Coated v3 üblich. RGB-Bilder wirken am Bildschirm leuchtend und im Druck oft flau, vor allem Grün- und Blautöne.
4. Bildauflösung
300 dpi in Endgröße. Ein Foto von der Website hat meist 72 dpi und wird im Druck unscharf. Bei Großformaten wie Rollups oder Bannern genügen wegen des Betrachtungsabstands oft 100 bis 150 dpi.
5. Schriften einbetten
Alle Schriften müssen im PDF eingebettet oder in Pfade umgewandelt sein. Sonst ersetzt die Druckerei fehlende Schriften und das Layout verschiebt sich.
6. Schwarz richtig anlegen
Kleine Texte in reinem Schwarz (0/0/0/100), damit keine farbigen Ränder entstehen. Große Flächen in einem satten Tiefschwarz, zum Beispiel 40/30/30/100. Achten Sie auf den maximalen Farbauftrag Ihrer Druckerei.
7. PDF/X-4 exportieren
PDF/X-4 mit Beschnittzugabe und auf Wunsch Schnittmarken ist heute der Standard. PDF/X-3 reduziert Transparenzen und macht manchmal Probleme mit Schatten und Verläufen.
Kurz-Checkliste zum Abhaken
- Endformat und Beschnitt korrekt?
- Sicherheitsabstand eingehalten?
- CMYK mit dem Profil der Druckerei?
- Bilder mit 300 dpi in Endgröße?
- Schriften eingebettet?
- PDF/X-4 mit Beschnitt exportiert?
Fehler, die in keiner Checkliste stehen
- Falzflächen: Bei einem Wickelfalz ist die eingeklappte Seite schmäler. Wer alle Seiten gleich breit anlegt, bekommt einen Folder, der sich nicht schließen lässt. Ein Beispiel ist der 8-seitige Folder für TAA-Haustechnik.
- Seitenzahl: Broschüren mit Rückendrahtheftung brauchen eine durch vier teilbare Seitenzahl.
- Proof: Bei Hausfarben lohnt sich ein farbverbindlicher Proof, bevor 5.000 Stück gedruckt werden.
Häufige Fragen
Kann ich Druckdaten in Word oder Canva erstellen?
Für einfache Drucksorten ja, aber Beschnitt, CMYK und korrekte PDF-Einstellungen fehlen oft. Für professionelle Ergebnisse ist InDesign das richtige Werkzeug.
PDF/X-3 oder PDF/X-4?
PDF/X-4, sofern Ihre Druckerei nichts anderes verlangt.
Sie wollen sich um all das nicht kümmern? Ich liefere Printmedien druckfertig und stimme mich direkt mit der Druckerei ab. Schreiben Sie mir oder buchen Sie direkt ein kostenloses Erstgespräch.